Vin Diesel ballert sich um die halbe Welt in BABYLON A.D. Toorop ist ein gestandener Söldner und lebt, in naher Zukunft, in einem heruntergekommen Viertel in Neu-Serbien. Eines Tages bekommt er die Chance in die USA zurückzukehren. Er muß nur eine junge Frau und ihre Amme von Russland nach New York bringen. Es stellt sich aber schnell heraus, daß Aurora keine normale Frau ist. Sie verfügt über herausragende Fähigkeiten und das schon von Geburt an. Kein Wunder also, daß der Trip nach Amerika kein Spaziegang wird... Schnelle Schnitte, schrille Musik und überladene Bilder. Der Zuschauer wird in BAYLON A.D. an die Reizgrenze geführt. Zusammen mit Thierry Arbogast, fotografierte bereits DAS FÜNFTE ELEMENT, schuf Mathieu Kassovitz einen optisch beeindruckenden Actionfilm. Die französische Herkunft ist unverkennbar. Vin Diesel gelingt es allerdings wieder nicht seiner Figur etwas Tiefe zu verleihen. Er bleibt einfach der typische, geheimnisvolle Fremde aus dem Westen. Gelungen ist allerdings die am Abgrund stehende Welt. Weshalb aber am Ende, das Christentum als der wahre Retter der Welt hingestellt wird, ist fraglich. Wo doch der Rest der Story sehr kritisch mit Religionen umgeht. Aber wenigstens ist der Versuch zu erkennen, daß Kassovitz dem Zuschauer einen Sinn vermitteln wollte. Bei einer französischen Co-Produktion ist es natürlich auch kein Wunder, daß Depardieu eine kleine Rolle spielt. Obwohl BABYLON A.D. ein an sich stimmiger Film ist, bleibt der Zuschauer mit einem Fragezeichen im Kino sitzen. Was sehr schade ist, da es nur eine Szene brauchte, um uns den eigentlichen Sinn mitzuteilen oder man hätte das Ende nicht so in die Länge ziehen müssen, was Action-Fans für etwas zu "französisch" empfinden. 3 von 5 Punkten |