Jason Statham als Bankräuber in BANK JOB. Terry war einmal ein kleiner Gangster. Mit einem kleinen Autohandel wollte er sich aus dem Sumpf des Verbrechens befreien, aber die Schulden wachsen ihm über den Kopf. Aus diesem Grund will er auch die Lloyds Bank ausrauben und so gräbt er mit ein paar Freunden einen Tunnel in den Tresorraum. Der Raub gelingt, aber die Beute sind zum Großteil die dunkelsten Geheimnisse der Londoner High-Society und der Unterwelt. Jetzt ist nicht nur Scotland Yard hinter ihm und seiner Bande her... Wie einst in NO WAY OUT inszenierte Roger Donaldson einen subtilen Thriller ohne viel Action, aber mit einer spannenden Story und zahlreichen Konflikten unter den Figuren. Bei denen bleibt allerdings einzig Jason Statham so cool, wie in all seinen Filmen zu vor. Was sehr schade ist, da ihm die Story viel Raum ließ, um einen vielschichtigen Charakter aufzubauen, aber leider bleibt er nur stereotypisch, wie in einem gewöhnlichen Actionfilm. Der Geschichte fehlt aber auch der nötige Tiefgang. Hier wäre ebenfalls viel Platz für deftige Gesellschaftskritik gewesen. So bleibt BANK JOB nur blass, denn die gewöhnlichen Ideen mit korrupten Polizisten und Bordell besuchenden Politikern sind nicht gerade neu. Auch wenn es in der Vorlage aus dem wahren Bankraub so abgelaufen war, hätte man schon mehr wert auf den Grund legen können und woher Terry´s Schulden kamen. Die Kamera ist allerdings stilistisch gut gelungen und fängt das England der 70er Jahre hervorragend ein. Abschließend läßt sich sagen, daß BANK JOB ein spannender und glaubwürdiger Thriller ist, dem aber der nötige Tiefgang fehlt. 3 von 5 Punkten |