Die Coen-Brüder lassen eine abgedrehte Geheimdienstsatire auf das Kinopublikum los: BURN AFTER READING. Osborn Cox ist - oder besser - er war bei der CIA. Aus Frust schreibt er ein Buch. Durch Zufall kommen Linda und Chad in einem Fitnessstudio an das Manuskript. Sie wollen Osborn damit erpressen und es an die Russen verkaufen, doch Chad verschwindet plötzlich und Lindas Liebhaber leidet seit dieser Nachricht an Paranoia und selbst die CIA hat keinen Durchblick mehr... Das Drehbuch ist erstklassig und die vielen Charaktere sind so genial gestellt, daß der Zuschauer nie den Überblick verliert. Natürlich haben auch die Stars einen großen Anteil daran. Clooney, Pitt und Malkovic waren sehr gut aufgelegt und liefern sich einen großen Schauspielerkampf. Hinzu kommen noch die kleinen Geheimnisse im Laufe des Films, die den Zuschauer bei der Stange halten und dann in einer Überraschung gelöst werden. Selbst die Kamera verfolgt zielsicher die Story und ist an der Verständlichkeit der nicht ganz unkomplizierten Story beteiligt. Gekonnt ist allerdings die Aussage, daß wir Geheimdienste gar nicht brauchen, weil sie eigentlcih nur beobachten und nie eingreifen oder Verbrechen verhindern und am Ende nicht mal wissen, was eigentlich passiert ist. BURN AFTER READING ist ein stimmiger und nie langweiliger Film. Ein klassischer "Coen" eben. 5 von 5 Punkten |