Keanu Reeves landet als Alien in Manhatten und muß schwere Entscheidungen treffen in: DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILL STAND. Dr. Benson wird aus ihrer Wohnung geholt und an einen geheimen Ort gebracht. Dort erfährt sie, daß die Erde in 78 Minuten untergehen wird, aber anstatt eines Asteroiden landet ein UFO im New Yorker Central Park. Instinktiv will Dr. Benson dem Neuankömmling die Hand reichen, aber ein Scharfschütze verhindert den ersten Kontakt. Nach einer Notoperation überlebt Klaatu und die Regierung tut weiterhin alles um sich unbeliebt zu machen, dabei muß Klaatu entscheiden ob die Erde von der Menschheit befreit werden soll oder nicht. Nur Dr. Benson versucht Klaatu verzweifelt davon zu überzeugen, daß die Menschheit eine Chance verdient hat. Unterdessen greift das Militär sein Raumschiff an... Bereits in den 50ern wurde der Stoff zu einem Klassiker unter der Regie von Robert Wise(STAR TREK-DER FILM). Die Neufassung, mit Effekten State of the art, dürfte leider kaum das Zeug dazu haben. Obwohl der offensichtliche Studiolook für B-Film-Charme sorgt, wirkt der Film zu kühl und die christlichen Anwandlungen zum Ende ziehen die Qualität auch herunter. Darüber hinaus spricht der Film einige interessante Aspekte an, z.B. daß die Erde die Menschheit nicht braucht, außerdem wird der menschlichen Natur wiedermal ein Spiegel vorgehalten, aber dieses haben die großen Meister schon früher und auch wesentlich besser gemacht. Für einen modernen Scince-Fiction-Film ist DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILL STAND aber schon gelungen, da das Drehbuch über das gewöhnliche Popcorn-Kino, á la INDEPENDENCE DAY, hinausgeht. Eine bessere Bewertung verhindern allerdings zwei Aspekte. Erstens: Es rettet nicht Klaatu die Menschheit, sondern das Christentum. Ich bezweifele nämlich, daß eine Religion (Ich meine, nicht Gott.) in der Lage ist, die Welt zu retten, was auch nicht zur Grundaussage im Film paßt. Und zweitens: Der unpassende deutsche Rap im Abspann degradiert den Film hier zu Lande zum billigen Kommerzkino. 3 von 5 Punkten |