Die Coen-Brüder mit Kultpotential in NO COUNTRY FOR OLD MEN. Moss geht gerade seiner Leidenschaft in Texas nach: Dem Jagen. Da stößt er auf mehrere Autos, viele Leichen, sowie einen Koffer mit 2 Millionen Dollar. Nun wird er seines Lebens nicht mehr froh, denn seit dem nächsten Morgen ist ein psychopathischer Killer hinter ihm her. Nur der gealterte Sheriff Ed Tom Bell will Moss helfen, doch er scheint der Einzige zu sein, der Moss nicht finden kann... Die Coen-Brüder haben den absoluten Abgesang auf das Western-Genre geschaffen, verkörpert von dem antriebslosen Sheriff. Mit dieser Darstellung schaffte Tommy Lee Jones einen Anti-Charakter zu seiner Oscar-prämierten Rolle aus AUF DER FLUCHT. Aber anstatt es bei einer simplen Jäger-Gejagten-Story zu belassen, philosophieren die Coens noch über Gott und Welt. Dieser Aspekt verschafft NO COUNTRY FOR OLD MEN viel Tiefgang, z.B. sei hier die Frage in den Raum gestellt, wann denn 4 tote Mexicaner aufgehört haben Mexicaner zu sein? Ist dies nicht schon kultig genug, so wird hier von der Kamera eins drauf gesetzt. Geschmackvolle Kamerafahrten wechseln sich ab mit realistisch fotografierten Bildern, die die Spannung des Films auf die Spitze treiben. In der Erzählung gibt es zahlreiche Wendungen und Überraschungen, die den Zuschauer zwar zum Teil fast überfordern, aber im Kontext mit den Dialogen durchaus Sinn ergeben. 5 von 5 Punkten |