Sweeney Todd

Johnny Depp schlitzt sich durch London als SWEENEY TODD.

Am Hafen von London verläßt eine grimmige Gestalt ein Schiff. Sein Name ist Sweeney Todd und 15 Jahre zuvor war er ein glücklicher Barbier bis der mißgünstige Richter Turpin sein Leben zerstörte, um seine Frau zu bekommen. Jetzt will Todd Rache nehmen und so nistet er sich über Mrs. Lovetts Fleischladen ein. Da die Fleischpreise extrem hoch sind, mischt sie schon Katzen in ihre Pasteten, aber Sweeney´s Rachedurst versorgt ihre Fleischtheke bald mit dem besten Fleisch Londons und sie macht den Umsatz ihres Lebens, doch Todd wartet nur auf einen Besuch von Richter Turpin...

Gehen Sie vorher nochmal zum Friseur, denn am nächsten Tag betrachten Sie den Barbier Ihres Vertrauens mit anderen Augen. Schmalzige Broadwaysongs in Burtons düsteren Bildern und eine bluttriefende Geschichte. Eine Mischung, die nicht unbedingt zusammenpaßt. Tim Burton gelingt es allerdings genau dies zu vereinen. Die Dramaturgie orientiert sich sehr an Shakespeare-Stücken, was wohl bei dem Thema auch naheliegend ist. Das Schauspiel ist genial, obwohl man von Allan Rickman und Johnny Depp auch nicht weniger erwartet, jedoch ist es Burton gelungen selbst aus den Nebendarstellern einige sehr gute Momente herauszuholen. Alles in allem ist SWEENEY TODD ein sehr guter Film, der aber aufgrund seiner kontroversen Machart nicht jedermanns Geschmack treffen wird. Tim-Burton-Fans wären allerdings von einer anderen Umsetzung enttäuscht gewesen.

4 von 5 Punkten
Schön, ekelig und beeindruckend.

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