| Brendan Fraser erweckt Romanfiguren zum Leben in TINTENHERZ.
Mo hat eine seltene Gabe: Immer wenn er aus einem Buch vorliest, holt er die Romanfiguren in die reale Welt und ein anderer muß in die Fantasiewelt. So hatte er einst seine Frau verloren. Ausversehen holte Mo aus dem Buch Tintenherz den Fiesling Capricorn und seine Frau landete im Buch. Neun Jahre später findet er endlich wieder eine Ausgabe des Buches und ihm bietet sich die Gelegenheit seine Frau zurückzuholen, aber Capricorns Schergen sind ihm auf den Fersen und nehmen ihn, seine Tochter und Tante gefangen. Capricorn vernichtet die letzte Ausgabe von Tintenherz, aber Mo und seiner Sippe gelingt die Flucht. Die einzige Hoffnung ist jetzt das Originalmanuskript des Autors von Tintenherz... TINTENHERZ ist eine prima erzählte Geschichte mit viel Herz und vielen Literaturverweisen. Einige Kinogänger werden sich vielleicht auch an LAST ACTION HERO erinnert fühlen, nur in TINTENHERZ geht es um niedergeschriebene Geschichten und den wert von Büchern. Genau diesen Aspekt hätte man mehr in den Vordergrund stellen sollen. So geht die Aussage wieder in einem Effektegewitter unter und die Emotionen ergreifen die Herzen der Zuschauer, aber nicht ihren Kopf. Beeindruckend ist allerdings die Besetzung mit Helen Mirren und Paul Bettany, die mit ihren Nebenrollen den Film glatt eine Stufe höher heben. Ein Grund mehr die Figuren in den Mittelpunkt der Geschichte zu stellen, aber leider werden sie von der rasenden Story mitgerissen, wie Dorothy im Tornado. Zu Weihnachten ist die herzerwärmende Geschichte aber eine gute Wahl und selbst für die ganze Familie geeignet. Besonders bei dem klassischen Märchenende sollte jeder das Kino halbwegs zufrieden verlassen und da der Film schnell vergessen ist, kann man ihn auch öfters ansehen. 3 von 5 Punkten |