2012

Roland Emmerich läßt die Welt untergehen...schon wieder, aber erst im Jahr 2012

Durch eine starke Sonneneruption im Jahr 2009 mutieren Neutrinos im Erdinneren zu Kernteilchen. Die dabei freiwerdenden Mikrowellen haben katastrophale Auswirkungen auf die Erdkruste. Drei Jahre später will Jackson im Yellowstone-Nationalpark mit seinen Kindern campen. Nichtsahnend, daß der Vulkan kurz vor seinem Ausbruch steht. Das ist aber nur der Anfang. Als Jackson mit seiner Familie in einem Flugzeug flieht, müssen sie hilflos ansehen, wie Kalifornien im Meer versinkt...

Nach seinem letzten, ehr schwachen, Film 10.000 B.C. dreht Emmerich wieder auf. Diesmal ist seine Apokalypse sehr gründlich mit beeidruckenden Bildern und bombastischen Effekten. Die Charaktere haben sich allerdings nicht verbessert, dafür spielen aber gestandene Charaktermimen mit, z.B. Danny Glover, Oliver Platt und natürlich John Cusack. Obwohl die Mischung der Figuren recht gut ist, bleiben die Figuren nur Eindimensional. Allerdings wird Emmerich auch mutiger und so spricht er offen einige gesellschaftskritische Aspekte an. Daß der Staat die Plätze in den Schiffen für je eine Milliarden Euro verkauft, ist sowohl plausibel, als auch genial. Die Verschwendung von Menschenleben machen den Zuschauer zunehmend nachdenklicher. Selbstverständlich stehen die Actionszenen im Vordergrund, da diese sehr zahlreich vertreten sind, wurde der Film wohl aus Kostengründen mit Digitalkameras gedreht. Die Kälte die diese Kameras den Bildern verleihen, verträgt sich allerings nicht mit der epischen Geschichte und der sonst normalerweise warmen Farbgestaltung der Emmerich-Filme. Das ist aber nur ein kleines Manko. Im wesentlichen ist 2012 sehr unterhaltsam, spannend und sogar ein bisschen nachdenklich.

4 von 5 Punkten
Hat von allem etwas.

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