James Cameron erschafft eine sagenhafte Welt: AVATAR-AUFBRUCH NACH PANDORA. Im Jahr 2154 haben die Menschen die Natur auf der Erde zerstört und so suchen sie außerhalb des Sonnensystems nach einem neuen Planeten. Pandora scheint dieser zu sein. Obwohl er von einer menschenfeindlichen Atmosphäre umgeben ist, machen ihn die Erzvorkommen zu einem wertvollen Ort. Dumm nur, daß über dem größten Vorkommen ein Dorf der Navi ist, eine intelligente, primitive Rasse Ureinwohner. Jake Sully kommt nach Pandora, um mit seinem Bewußtsein einen Avatar, ein gezüchteter Körper eines Ureinwohners, fernzusteuern. Mit dessen Hilfe kann er Kontakt zu den Navi herstellen. Sein Auftrag: Spionage und Verhandlungen über eine Umsiedlung, aber dann verliebt sich Sully in die Tochter des Dorfoberhaupts... Vor einem Jahr wurde James Cameron gefragt, wann AVATAR endlich startet. "Ich will dem Zuschauer Bilder zeigen, die er noch nie zuvor sah.", antwortete er. Das Ziel wurde mehr als erreicht. Selbst STAR WARS setzt schon Staub an gegen diesen Film. Noch nie war die Grenze zwischen Animationsfilm und Realfilm so verschwommen. Dennoch wird der Zuschauer in AVATAR nicht nur mit Effekten bombadiert. Cameron erzählt auch eine tiefgründige Geschichte in der nicht gerade schonungslos mit der gewaltätigen, amerikanischen Vergangenheit umgegangen wird. Cameron arbeitet allerdings nicht nur die Traumata des Vietnamkriegs, sowie der Irak-Kriege, auf. Bei der Zerstörung des Navi-Dorfes fühlt sich jeder Zuschauer an den 11. September erinnert und spätestens da ist jeder im Kinosaal auf der Seite der Ureinwohner. Dieser Seitenwechsel geschieht nicht plötzlich, da sich der Film einzig um den Protagonisten herum aufbaut, der ebenso viel von Pandora weiß, wie der Zuschauer. AVATAR ist ein beeindruckendes Meisterwerk, daß beinahe alle Sci-Fi-Filme in den Schatten stellt. 5 von 5 Punkten |