Sacha Baron Cohen macht die Modewelt unsicher als BRÜNO. Bruno, angesagter Modedesigner und TV-Star in Österreich, soll über die Fashion Week in Mailand berichten. Dort sorgt er für einen Eklat mit seinem Anzug aus Klettverschluß. Nun bekommt er keinen Zutritt mehr. Kurzerhand wird er von seinem Chef gefeuert. Mit seinem letzten bisschen Würde geht er nach Hollywood, um der größter Superstar aus Österreich zu werden, seit...Hitler. Dank Bruno´s Homosexualität eckt er immer wieder an, selbst seine extrem modernen Showformate kommen bei den TV-Sendern nicht an. Das bringt Bruno auf die Idee sich seine Homosexualität austreiben zu lassen. Im prüden Amerika findet er schnell einen Sexzorzisten... Bereits als Borat entlarvte Cohen das wahre Wesen der Menschen. In der Rolle des Bruno gelingt ihm das auch, allerdings wurde der Film auch im Hinblick auf das Einspielergebnis gemacht. So nehmen die lustigen Geschmacklosigkeiten zu. Dennoch gelingt Cohen wieder seine Mitmenschen auf dem kalten Fuß zu erwischen. Da bleiben dem Zuschauer einige Lacher im Halse stecken. Besonders die Eltern, die ihre kleinen Kinder unbedingt zu Stars machen wollen, selbst wenn es schlecht für ihre Gesundheit ist oder sie eindeutig antisemitische Rollen übernehmen müssen. Ansonsten zielt der Film eindeutig auf die Erzeugung von Gags ab. Das ist zwar sehr unterhaltsam, aber schade um die Aussage des Films, trotzdem sollte dem Zuschauer am Ende klar sein, daß die Probleme zwischen den Völkern aus einem Mangel an Toleranz entspringen. Auch wenn dieser Pfad gelegentlich verlassen wird, ist BRÜNO auch wieder eine gelungene Doku-Comendy eines genialen Künstlers. 4 von 5 Punkten |