Matt Damon verrät seinen Arbeitgeber an das FBI als DER INFORMANT. Lysin ist eine Aminosäure und in fast allen Lebensmitteln enthalten. Mark Whitacre arbeitet beim Marktführer der Branche, doch nun gefährdet ein Virus die Produktion. Als Mark vor die Wahl gestellt wird das Problem schnell zu lösen oder die Fabrik zu schließen, erfindet er einen Spion. Nun kümmert sich auch das FBI um die Sache. Agent Shepard will gerade sein Telefon zum abhören preparieren, da erzählt ihm Marc von Preisabsprachen in der Lysinbranche. Da geht es um einen Milliardenbetrug an den amerikanischen Bürgern und Whitacre ist der einzige Informant. Die Ermittlungen ziehen sich über Jahre hin. Schließlich reicht das Material für eine Anklage, da kommt heraus, daß Mark Gelder veruntreut... Steven Soderbergh´s schlichte Weigerung kommerzielle Filme zu drehen, ist in der heutigen Filmlandschaft sehr erfrischend. So nimmt er sich viel Zeit seine Geschichte und Charaktere zu entwickeln. Die Gedanken des Protaganisten, die auch meistens während anscheinend wichtiger Dialoge zu hören sind, führen den Zuschauer auf eine brilliante art in die merkwürdige Vorstellungswelt des Mark Whitacre ein. Nebenbei werden auch die verloren gegangenen Verhältnisse der Wirtschaftsbranche, wo Millionengelder wie Taschengeld behandelt wird, an den Pranger gestellt. Selbst das Casting wartet mit einigen Überraschungen auf, da kann der Zuschauer endlich wieder Clancy Brown(HIGHLANDER, STARSHIP TROOPERS) und Tom Wilson(ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT-TRILOGIE) auf der großen Leinwand bewundern. Da ist es schon fast selbstverständlich, daß das Schauspiel ausnahmslos gut ist, auch wenn sich die Geschichte vollkommen auf Matt Damons Part konzentriert. Damit die Story nicht zu ernst wird, wurde ein sehr ironischer Soundtrack komponiert, der den schwarzen Humor der Story unterstreicht, da stören auch die Längen in der ersten Hälfte des Films nicht weiter. 5 von 5 Punkten |