Die nackte Wahrheit

Gerad Butler sagt Kathrine Heigl DIE NACKTE WAHRHEIT.

Abby´s Show im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen steht kurz vor dem Aus, da die Quoten im Keller sind. Als Produzentin ist Abby für den Anspruch verantwortlich, doch daß ihr der blaßierte Mike als neuer Co-Moderator vor die Nase gesetzt wird und der den Zuschauern auch noch die nackte Wahrheit über Männer und Frauen verkündet, paßt ihr gar nicht. Bis sich Abby in ihren Nachbarn verliebt. Sie ist ein wenig aus der Übung und Mike bietet ihr Hilfe an, doch es endet mit einer Wette: Wenn Mike es nicht schafft sie zusammenzubringen, dann kündigt er. Und tatsächlich läuft alles prima bis es kommt, wie es kommen mußte, da Mike Gefühle für Abby entwickelt...

An diesem Film werden sich die Meinungen teilen. Obwohl die Gags zünden und für ein unglaubliches Vergnügen sorgen, gehen doch auch viele Witze unter die Gürtellinie. Daß das funktioniert hat DIE NACKTE WAHRHEIT hauptsächlich Gerad Butler zu verdanken, der sich in dieser Macho-Rolle sichtlich wohlfühlt. Würde das auch für Kathrine Heigl gelten, wäre die Komödie um ein Level gestiegen. Doch Heigl konnte sich nicht entscheiden, ob sie eine erfolgreiche Karrierfrau oder ein vorpupatierendes Girlie spielen wollte. Hätte der Regisseur hier doch mehr zu sagen gehabt als die schauspielende Produzentin des Films. Allerdings ist DIE NACKTE WAHRHEIT stilistisch überraschend gut gelungen. Da wäre z.B. während des Vorspanns eine mehrmütige Plansequenz, also eine Szene ohne Schnitte. Für derartige Vorhaben war Russel Carpenter, der bereits für James Cameron die Kamera führte, die beste Wahl. So sind die meisten Szenen sehr stimmungsvoll fotografiert und selbst im Zusammenspiel mit der Ausstattung erzählen viele Bilder ihre eigene Geschichte. DIE NACKTE WAHRHEIT hat zwar nicht viel Neues, ist aber überraschend gut gelungen, trotz einiger geschmackloser Ideen über die man komischerweise doch lachen kann.

3 von 5 Punkten
Sehr unterhaltsam, aber es gab noch Luft nach oben.

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