Aliens lernen menschliche Humanität kennen im DISTRICT 9.
Vor 28 Jahren kam ein Raumschiff über Johannesburg zum stehen. An Bord fanden die Forscher tausende halbverhungerte Aliens. Die Menschen halfen ihnen und bauten ihnen einen Bezirk. Heute ist dieser bekannt als District 9. Es handelt sich dabei um einen Slum, wo die Aliens abgeschottet von den Menschen überleben können. Da es immer wieder zu Reibereien an den Grenzen des Districts kommt, wurde ein neuer gebaut, fernab jeder Stadt. Für die Umsiedlung soll Wikus van der Merwe sorgen. Bei der Aktion infiziert er sich mit einem Virus und mutiert zu einem Alien. Da die Alienwaffen nur mit deren DNA funktioniert, ist Wikus goldwert und wird bald von allem gejagt, was zwei Beine hat... Die Vorbilder in DISTRICT 9 sind unverkennbar, dennoch wirkt er realistischer als jeder seiner Vorgänger. Die dokumentarische Erzählung im ersten Teil und der flüssige Übergang zur Spielfilmhandlung im zweiten Teil sorgen für einen nie dagewesenen Realismus. Dabei macht der Film auch deutlich klar, daß der Stil hier keine Rolle spielt, vielmehr soll hier mit Hilfe von Metaphern auf politische Probleme in Afrika aufmerksam gemacht werden. Das Leben der Aliens im Slum und die verachtende Einstellung der Menschen zu ihren Nachbarn läßt den Zuschauer mehr als einmal schlucken. Daß der Film dabei nicht den Zeigefinger hebt bzw. den Philosophen hoch hält, hat er seinem glaubwürdigen Hauptdarsteller und einer lückenlosen Erzählung zu verdanken. Die große Action kommt zwar erst im letzten Drittel des Films, aber bis dahin glänzt Neill Blomkamp mit schwarzen Humor und der dokumentarischen Darstellung von Unmenschlichkeiten. DISTRICT 9 ist ein Film zum Nachdenken und zur Unterhaltung. Ansehen lohnt sich! 5 von 5 Punkten |