State of Play-Stand der Dinge

Russell Crowe und Ben Affleck in einer Politik-Intrige in STATE OF PLAY - STAND DER DINGE.

Cal ist Journalist bei der Washington Post und er soll eine Story über den Mord an einem Drogensüchtigen schreiben. Als er am Tatort Informationen einholt, kommt in einer U-Bahn-Station eine junge Frau ums Leben, die ein Verhältnis mit Congressman Stephen Collins hatte. Dieser ist bereits seit seiner Jugendzeit mit Cal befreundet. Also versucht der Reporter ihm zu helfen. Um die Aufmerksamkeit der Medien auf etwas anderes zu lenken, stochert Cal weiter in der Story. Da wird ein Augenzeuge ermordet und die Redaktion beschuldigt Beweise zurückzuhalten. Hinzu kommt noch, daß die Chefredakteurin die Story sofort bringen will, egal ob es richtig oder falsch ist. Jetzt hat Cal und seine Kollegin Della, die für die Onlineredaktion der Post schreibt, nur noch 8 Stunden, um die Story herauszubringen...

Der gealterte Journalist mit seinen Idealen, nur die Wahrheit zu schreiben, ist kontraproduktiv in einer Welt, die nur aus Geschäftemachern besteht, wo der wert einer Geschichte davon abhängt, wieviele weitere Stories man konstruieren kann. So entsteht die Spannung in STATE OF PLAY nicht, weil jemand ermordet wird oder könnte, sondern ob Cal es schafft die Wahrheit zu schreiben. Endlich wieder ein Film mit Botschaft, Tragik und Tiefe. Ein Abgesang an den traditionellen Journalismus. Getragen wird die gut ausgefeilte Story, mit ihren Überraschungen und Wendungen, die nie konstruiert wirken, von dem sehr gut spielenden Ensemble. Selbst Ben Affleck schließt wieder an alte Zeiten an, wo er noch neben Matt Damon in GOOD WILL HUNTING spielte. Regisseur MacAdams achtete sehr auf seine Charaktere und schuf so erstaunlich viele Konflikte, die sehr unterhaltsam und spannend wirken. Kurz: Ein Kinoabend der sich lohnt, denn STATE OF PLAY hat alles, was ein guter Film braucht.

5 von 5 Punkten
Könnte ein Klassiker werden.

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