Clive Owen will einer internationalen Bank das Handwerk legen in THE INTERNATIONAL. Salinger ist Agent bei Interpol und versucht seit Jahren der Bank IBBC illegale Geschäfte nachzuweisen, aber bei Interpol darf er den nationalen Behörden nur beratend zur Seite stehen. Doch schließlich kommt ein Kontakt mit einem Insider von IBBC zustande. Allerdings bricht kurz nach dem Treffen sein Partner tot zusammen. Salinger ist überzeugt, daß er ermordet wurde. Die Berliner Behörden aber nicht und so bekommt er jetzt nur noch Hilfe von der New Yorker Staatsanwältin Witman. Damit sie der Bank beikommen können, wird immer mehr klar, daß sie den Weg der Legalität verlassen müssen... Tom Tykwer griff mit THE INTERNATIONAL ein aktuelles Thema auf und verarbeitete es zu einem spannenden und gut erzählten Thriller. Obwohl es an der Optik des Films nichts auszusetzen gibt, ist das Product Placement doch etwas übertrieben wurden. An die Autos und Versandfirmen kann man sich ja gewöhnen, aber die Eingangshalle der Autostadt Wolfsburg als Foyer der IBBC ist nicht gut gelungen und an dieser Stelle hätte die Grenze der Werbung gezogen werden müssen. Zum Glück verläßt sich Tykwer auf seine erstklassigen Darsteller, was dazu führte daß einige Szenen mit einer Hitchcock-artigen Spannung umgesetzt wurden. Hinzu kommen noch einige Schießerein, die den Film gekonnt zwischen Action- und Politthriller ansiedeln. Leider fehlt aber THE INTERNATIONAL der nötige Inhalt. Es gibt wieder eine schöne Verpackung mit einer guten Erzählung, aber wozu? Eine letzte, sarkastische Szene die klar gestellt hätte, daß zwar auf die Banken kein Verlaß ist, aber daß die Methoden der Mafia immer funktionieren, hätte dem Film einen ironischen Unterton versetzt, aber stattdessen bleibt der Zuschauer mit dem Ende der Action allein im Saal sitzen. 3 von 5 Punkten |