38 Tage in Bagdad bei einem TÖDLICHEN KOMMANDO. Mitten auf einer belebten Straße in Bagdad wird eine Bombe gefunden. Die Kompanie Bravo soll sie entschärfen. Während der Gruppenführer einen Sprengsatz, für eine kontrollierte Sprengung, auf der Bombe deponiert, explodiert sie. Der neue Bombentechniker Sgt. James soll ihn, für die letzten 38 Tage der Bravo Kompanie, ersetzen. Bereits beim ersten Einsatz stoßen Sanborn und James aneinander. Da James ein Einzelgänger ist, treibt er Sanborn stets zur Weißglut und Owen, der Jüngste im Team, ist überzeugt davon bald zu sterben. Erst als die ungleiche Gruppe in einen Hinterhalt gerät, rücken sie zusammen. Doch dann wird Owen verwundet bei einem Alleingang von Sgt. James... Videooptik, Handkamera und viele subjektive Einstellungen. Kathryn Bigelow zeigt sich wieder, wie einst in ihren glorreichen Zeiten von STRANGE DAYS. So finden sich auch viele Anleihen aus diesem Film bis hin zu einem Gastauftritt von Ralph Fiennes. Aber auch viele andere Filme werden zitiert, z.B. FULL METAL JACKETT und LEATHAL WEAPON. Daß das aber nicht vom Thema ablenkt, ist den spannenden Einsätzen der Bravo Kompanie zu verdanken. Wenn sich der Bombentechniker den Bomben nährt, bleibt dem Zuschauer mehr als einmal das Herz stehen. Obwohl Handkamera und hektische Schnitte meist für Kopfschmerzen sorgen, ist dies in TÖDLICHES KOMMANDO hervorragend gelungen und wirkt sehr stilsicher. Auch wenn der Film wie ein dokumentarischer Spielfilm daher kommt, wurden doch viele Aspekte vereinfacht, um sie für die Kinobesucher verdaulicher zu gestalten. Trotzdem erreicht Bigelow ihr Ziel, denn es geht nicht nur darum die Arbeit eines Kampfmittelräumkommandos zu dokumentieren, sondern auch die abartige Faszination: "Krieg" dem Publikum näher zu bringen. Schließlich stellt sie die Frage: Wie kann ein Soldat noch in der Zivalisation zu recht kommen, wenn er einmal mit der Kriegsdroge konfrontiert wurde? 4 von 5 Punkten |