Jean Reno in seiner Paraderolle als Rächer in 22 BULLETS. Marseille wird von der Mafia regiert. Das Revier teilen sich zwei Paten seit sich Charlie Mattei zur Ruhe gesetzt hat. 14 Jahre lebte der einzigte Pate ein normales Leben, dann wird er in einer Tiefgarage überfallen und erschossen. Die Ärzte holen 22 Kugeln aus seinem Körper, trotzdem überlebt Charlie. Kaum steht er wieder auf zwei Beinen macht er sich daran die Verantwortlichen zu suchen. Und so schlägt er eine Schneiße der Gewalt durch Marseille. An den Drahtzieher seines Anschlags kommt er jedoch nicht heran ohne die Hilfe der Polizei. Da werden Charlies Kinder entführt und so stellt sich der Mafia-Pate der Polizei, um für seine Taten grade zu stehen... Rachegeschichten laufen immer gleich ab? Stimmt nicht. Aus Frankreich kommen immer wieder Filme, die gewöhnlichen Genrefilmen neue Seiten abgewinnen. Wie Luc Besson 1994 mit LEON-DER PROFI, ebenfalls mit Jean Reno, ist auch 22 BULLETS ein gewaltsamer Actionstreifen in dem die Figuren im Mittelpunkt stehen. Besonderen wert wurde auf die kleinen Stories gelegt, wo die einzelnen Figuren und ihre Beziehung zu ihren Familien vorgestellt werden. So zeigt 22 BULLETS keine blassen Gut-Böse-Charaktere sondern Menschen, die in ihrem Leben stehen, Verluste zu beklagen haben und selbst an ihrem Leben und ihren Entscheidungen verzweifeln. So wirft der Film die Frage nach einer höhren Moral auf, deren Befolgung auch Tragödien nach sich ziehen kann. Alles in allem ist 22 BULLETS ein spannender Thriller mit lebendigen Figuren und vielen Wendungen. 4 von 5 Punkten |