Adéle und das Geheimnis des Pharao

Luc Bessons Abenteuermärchen ADÉLE UND DAS GEHEIMNIS DES PHARAO.

Tote wieder zum Leben erwecken... Diesen Traum hat sich ein gealterter Physiker in seinem Pariser Apartment erfüllt. Als Test erweckt er einen 135 Mio. Jahre alten Pterodaktylus zum Leben, der fortan Paris terrorisiert. Das eigentliche Ziel ist es aber den Leibarzt des Pharao Ramses II. wieder zu erwecken, denn dieser könnte mit seinem großen medizinischem Wissen die Schwester der Schriftstellerin Adéle heilen. Als sie allerdings mit der Mumie im Gepäck aus Ägypten heimkehrt wurde der Wissenschaftler von der Polizei verhaftet und soll hingerichtet werden, da er für die Taten des Sauriers verantwortlich gemacht wird...

Seit Luc Besson wieder in Europa dreht, sind seine Filme (wenigstens die bei denen er Regie führt) nicht mehr Action betont. Obwohl es sich bei seiner neuesten Protagonistenin um eine Abenteuerin im Stile eines Indiana Jones handelt, kommt sie völlig ohne Waffen oder Gewalt aus. Sie setzt ihr Wissen und ihren Verstand gegen ihre Feinde ein. Diese Ideen mit denen sie die anstehenden Probleme der Story löst, sind stets sehr unterhaltsam und manche Lösungen auch recht ironisch. Die Fülle an Charakteren machen den Film aber etwas schwieriger, als er sein müßte und die letzten 15 Minuten wirken auch noch konstruiert, abgesehen vom Epilog, der ein echter Geniestreich ist. Die Figuren wirken aber sehr glaubwürdig, obwohl sie sehr skuril und absurd angelegt sind. Merkwürdigerweise will in diesem Luc Besson-Film keine so rechte Spannung aufkommen, obwohl die Heldin immer wieder vor unlösbare Probleme gestellt wird und die märchenhafte Erzählung auch ein Gewisses Interesse beim Zuschauer weckt, kann der Film nicht über seine Längen hinwegspielen. Perfekt gelungen sind in diesem Abenteuer die Bilder und der weiche, rhythmische Schnitt.

3 von 5 Punkten
Nicht der beste Abenteuerfilm, aber etwas anders.

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