Ewan Mcgregor schreibt Pierce Brosnans Memoiren als DER GHOSTWRITER. Adam Lang, Ex-Premierminister von Großbritanien, schreibt seine Biographie oder vielmehr, er läßt sie schreiben. Doch nach Fertigstellung eines Manuskripts, stirbt Langs Biograph. Ein Ghostwriter soll das Manuskript überarbeiten. Das Werk scheint allerdings voller Geheimnisse zu sein und zu dem noch todlangweilig. Bewegung kommt in die Sache als Lang von dem internationalen Gericht in Den Haag als Kriegsverbrecher angeklagt wird. Der Ghostwriter bleibt in dem Haus mit Langs Frau zurück und versuht heimlich Licht in den Tod seines Vorgängers zu bekommen. Da dauert es nicht lange bis auch der neue Autor auf der Flucht ist... Keine Actionszenen, kaum Gewaltszenen und eine gehörige Portion Ironie. Nicht gerade das Rezept von Filmen die ihr Budget wieder einspielen. Wäre da nicht der Mann der hinter dem Film steht: Roman Polanski. Routiniert führt der Altmeister seine Figuren auf klassische Weise ein und läßt sie schließlich in dem altbewährten Inselprinzip aufeinander los. Wie bereits in DER TOD UND DAS MÄDCHEN handelt es sich hier um ein Kammerspiel, auch wenn die Drehorte im Laufe der Geschichte häufiger wechseln. Die Story ist brilliant erzählt und dank der glaubwürdigen Charaktere sehr spannend. Das Ende ist allerdings nicht für jeden etwas, da doch einige Fragen offen bleiben, was aber sehr gut zur Geschichte paßt. In einer Zeit, wo Filme nach dem Videoclipstil erstellt werden und die Kamera möglichst mobil ist, dreht Polanski im genauen Gegenteil. Lange Einstellungen und eine statische Kameraführung geben dem Film eine klaustrophobische Aura, hinzu kommen noch einige gespenstische Bilder. Dennoch sind die Dialoge am gelungensten. Deren ironische Untertöne sorgen für eine gehörige Portion Spaß und Unterhaltung. Mit seinem notorischem Hang zur Perfektion schafft Polanski Kino zum anfassen. 5 von 5 Punten |