Green Zone

Matt Damon sucht Massenvernichtungswaffen im Irak in GREEN ZONE.

Seit vier Wochen suchen die Amerikaner im Irak nach den ominösen Massenvernichtungswaffen im Jahr 2003 im Irak. Chief Miller durchsucht mit seinem Team ein Ziel nach dem anderen und findet nichts. Bei einem Briefing spricht er die mangelhafte Aufklärung an und wird vom Colonel zum Schweigen gebracht. Beim nächsten Einsatz kommt der Iraki Freddy auf ihn zu und behauptet, daß ein Treffen von hochrangigen Anhängern Saddams in der Nähe stattfindet. Tatsächlich laufen sie Genenal Al-Rawi über den Weg, der allerdings entkommt. Einen seiner Gefolgsleute können sie dennoch gefangennehmen, der kurz darauf von den Special Forces einkassiert wird. Jetzt erhält Miller ausgerechnet Unterstützung vom CIA...

Wieso marschierten die USA in den Irak? Diese Frage soll hier beantwortet werden, da aber der Schwerpunkt des Films auf den kommerziel viel sinnvolleren Actionszenen liegt, wird die Frage nur unzureichend beantwortet. Wer vor sieben Jahren die Nachrichten verfolgte, hat eigentlich schon alle Fakten. So kann der geneigte und halbwegs gebildete Zuschauer das Hirn getrost ausschalten und die realistische Action auf sich wirken lassen. Die hektische Kameraführung verursacht allerdings wieder Kopfschmerzen, wie bereits im BOURNE-ULTIMATUM. Einige unglaubwürdige Freiheiten erlaubt sich Greengrass auch noch, denn ich bezweifle, daß Offiziere in einem Kriegsgebiet ohne Gefechtshelm operieren oder Häuser mit MG´s stürmen, die sie auch noch so tragen, daß deren Gebrauch ernsthafte Verletzungen beim Träger nach sich ziehen würde. Der Plot entwickelt allerdings eine sehr unterhaltsame Spannung und wird recht dynamisch erzählt. Das Problem ist nur, daß GREEN ZONE einen Anpruch vortäuscht, den er nie besitzen wird. Hinzu kommt auch noch das Fehlen von Charakteren, denn irgendwie spielen alle Schauspieler das Gleiche, auch wenn die Auftritte von Gregg Kinnear eine willkommene Abwechslung bieten. Wer einen gut gemachten Actionfilm sehen will, ist hier richtig, aber mehr sollte man nicht erwarten.

2 von 5 Punkten
Gute Idee, aber ohne Anspruch.

Fenster schließen