Leonardo DiCaprio als "Traumboy" in INCEPTION. In naher Zukunft wird es Industriespionen möglich sein in die Träume von Menschen einzubrechen, um dort ihre Geheimnisse zu stehlen. Diese Methode nennt sich Extraction. Was aber von Cobb verlangt wird, ist das Gegenteil. Er soll dem Erben eines Megakonzerns einen Gedanken einpflanzen, der ihn veranlaßt das Unternehmen seines Vaters aufzugeben. Hilfe holt sich Cobb von einer jungen Architektin, Adriane, die die Traumwelten bauen soll, damit das Opfer nicht merkt, daß es träumt. Doch sie stellt schnell fest, daß es sich um ein selbstmörderisches Unternehmen handelt und sie nicht nur gegen die Abwehr ihres Opfers kämpfen müssen, sondern auch gegen die Dämonen aus Cobb´s Vergangenheit... Einige Kritiker nahmen in Verbindung mit INCEPTION das Wort "Meisterwerk" in den Mund. Doch was macht das aus? Eine komplexe Geschichte, glaubwürdige Darsteller; die interessante Charaktere spielen; eine oder mehrere Aussagen und in der Regel ein überraschendes Ende. All das hat INCEPTION nicht zu bieten. Für heutige Kritiker kann man offenbar schon ein Meisterwerk drehen, wenn sie den Film nicht verstehen. Aber so kompliziert ist INCEPTION auch nicht. Die Figuren werden nicht vorgestellt, die Charaktere bleiben Eindimensional und die Story schlägt wirre Haken wie ein Hase auf der Flucht. Dabei sollte der Zuschauer die Geschichte schon nach fünf Minuten durchschaut haben. Zudem fügte Chris Nolan noch einige Konstrukte ein, damit der Kram wenigstens halbwegs glaubwürdig ist. Der einzig interessante Aspekt ist die Beziehung zwischen Cobb und seiner Frau, da sie aber für den Zuschauer nie verheiratet waren, bleibt auch dieser Aspekt aussen vor. So wird in den Träumen viel gekämpft und rumgeballert, wie in einem gewöhnlichen Videospiel. Wenigstens ist der Film aber visuell sehr ansprechend. Alles andere verschwendet nur die Zeit des Zuschauers. Meine Empfehlung ist STALKER aus dem Jahr 1979 von Andrej Tarkowski. Ähnliches Thema, nur das ist wirklich ein Meisterwerk. 1 von 5 Punkten |