Menschen gegen Götter in KAMPF DER TITANEN. Perseus, Sohn eines Fischers, beobachtet mit seiner Familie, wie Soldaten die riesige Statue von Zeus stürzen. Kurz darauf werden die Soldaten von Furien getötet und Perseus Boot mit samt Familie von Zeus´s Bruder Hades versenkt. So kommt der junge Mann als Gefangener nach Argos, wo sich die Menschen gegen die Götter erheben. Besonders die Königin spricht einige Frevel aus und wird von Hades gerichtet. Dieser spricht ein Ultimatum aus: Nach zehn Tagen wird der Kraken auf Argos losgelassen und entweder die ganze Stadt vernichten oder nur ein Opfer, die Tochter des Königs. Hades bezeichnet auch Perseus als den Sohn von Zeus. Nun wenden sich die Argosianer hilfesuchend an den Halbgott, aber erst als er von der schönen Io erfährt, daß er sich auch an Hades rächen kann, wenn er den Kraken tötet, macht sich Perseus mit einer handvoll Gefährten auf den Weg in ein fantastisches Abenteuer... War der gleichnamiger Vorgänger von 1980 selbst für damalige Zeiten mit vorsintflutlichen Effekten ausgestattet, gemessen an Star Wars, ist die aktuelle Fassung in dieser Richtung viel moderner, aber auch die behebige Erzählung wurde etwas gestrafft und mit beeindruckenden Actionszenen aufgewertet. Daß der Film sich in keiner weise an dem Vorgänger orientiert wird in einer kurzen Szene, in der Sam Worthington die kultige Robotereule wieder in die Kiste packen soll, klar gemacht. Außerdem wurde die Motivation der Figuren wesentlich verbessert. Im Jahr 2010 ist endlich klar, warum sich der Held in das Abenteuer stürzt, obwohl es wieder nur eine unkonventionelle Rachestory ist. Für Actionfilme ist es inzwischen normal geworden, daß Schauspieler stereotypisch agieren, aber wenigstens ist es Letterier gelungen eine gute Mischung von unterschiedlichen Charakteren zu stellen. Das macht den Fantasiefilm auf jeden Fall unterhaltsamer, als der charakterarme HERR DER RINGE. So wirkt KAMPF DER TITANEN wie ein modernes Fantasie-Abenteuer, dessen Ursprung nicht verborgen bleibt und das dem Zuschuauer eine Botschaft schickt. Wer meint sich das Geld für die 3D-Fassung besser zu sparen, der kann sich den Film sicher auch in 2D ansehen. Ein Besuch ist keine Zeitverschwendung. 4 von 5 Punkten |