Karate Kid

Jackie Chan hilft Jaden Smith, dem KARATE KID.

Es ist erst ein paar Jahre her, als der junge Dre Parker seinen Vater verlor, doch nun wurde seine Mutter nach Peking versetzt und das fremde Land gefällt dem kleinen Dre gar nicht. Bereits am ersten Tag wird er von einem Jungen verprügelt, weil er ein Mädchen beschützen wollte. Zum Glück gibt es aber noch den Hausmeister Hang, der Dre unter seine Fitiche nimmt und ihn für das anstehende Kung-Fu-Turnier trainiert, wo er es seinen Widersachern zeigen soll. Der Weg dorthin ist hart, denn neben den kulturellen Barrieren wird er auch von den Gefühlen der ersten Liebe geplagt...

Etwas daß die meisten Kinobesucher verwirren dürfte, ist wohl der Titel, denn Karate wird in diesem Werk ungefähr so oft gekämpft, wie in ROCKY Ski gefahren wurde. Jaden Smith muß 2010 Kung Fu lernen. Der Grund für den Titel ist sicherlich das Einhalten des originalen Plots mit Ralph Maccio. Nebenbei finden sich aber auch Elemente aus BLOOD SPORT und KARATE TIGER wieder. Zum Glück nimmt der neue KARATE KID seinen eigenen Weg und wählt die verwendeten Elemente sehr genau aus. Die Kampfszenen wirken sehr realistisch und sind hervorragend choreografiert. Den meisten Kung-Fu- oder Karate-Filmen reicht das, aber KARATE KID lebt von seinen glaubwürdigen Figuren und den alltäglichen Konflikten. Nur die kleine Liebesromanze wirkt deplatziert und will nicht so recht zu den noch viel zu jungen Darstellern passen. Das trübt das Vergnügen aber kaum, denn zur Unterhaltung trägt auch ein ebenso abwechslungsreicher Soundtrack bei, der sowohl Klassik, Hipp Hopp und Pop miteinander vereint. Selbst TITANIC-Komponist James Horner hat wieder ganze Arbeit geleistet und dem neuen KARATE KID seinen Stempel aufgedrückt. Alles in allem ist der Zuschauer in diesem Werk gut aufgehoben. Eine gute Story mit einer gelungenen Regie erzählt eine alte Geschichte für eine junge Generation.

5 von 5 Punkten
Absolut gelungen.

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