Washington und Crowe liefern sich ein oskarreifes Duell in AMERICAN GANGSTER. Frank Lucas ist der Pate von Harlem. Mit seiner Familie und dem Stoff Blue Magic, daß er direkt aus Südostasien bezieht, beherrscht er den Drogenhandel in New York anfang der Siebziger Jahre. Ohne daß er etwas merkt, ist schon Richie Roberts an seinen Fersen. Richie ist unbestechlich und kämpft gegen die Korruption innerhalb der Polizei. Nach vier Jahren Ermittlungsarbeit bekommt er endlich den todsicheren Tip: Das Heroin soll mit einer Militärmaschine aus Vietnam in die USA gebracht werden... Das Genre des Gangsterfilms wird normalerweise beherrscht von Coppolla und Scorsese. Jetzt mischt auch Ridley Scott mit. AMERICAN GANGSTER spielt auf dem selben Level wie DER PATE oder CASINO. Eine spannende Story in brillianten Bildern mit erstklassigen Schauspielern. Selbst das grobkörnige Filmmaterial entführt den Zuschauer in die Kinowelt der 70er. So schafft Scott mit der selben detailreichen Akrebie eine Welt, wie er es schon in ALIEN oder BLADE RUNNER tat. Die Höhepunkte des Films sind allerdings keine Actionszenen, sondern Denzel Washington und Russell Crowe. Zwei Schauspieler, die ihre Figuren wieder zum Leben erwecken. Nächstes Jahr sollte es schon mit dem Teufel zu gehen, wenn Ridley Scott der Oscar für die beste Regie wieder versagt bleibt. 5 von 5 Punkten |