Black Book

Paul Verhoeven ist zurück mit BLACK BOOK.

Im Sommer 1944 versteckt sich die Jüdin Rachel in Holland vor den Nazis. Als ihr Versteck auffliegt, schließt sie sich dem Widerstand an und arbeitet fortan als Alice de Vries, mit blond gefärbten Haaren, an der Seite des SD-Chefs im Nazi Hauptquartier. Ludwig Müntzer ist allerdings gefrustet von seinem Job und versucht nur noch die Zeit bis zum Kriegsende abzusitzen. Im Zuge dieser Bemühungen verhandelt er mit dem Untergrund über einen Waffenstillstand. In der Zwischenzeit verlieben sich Rachel und Ludwig in einander, doch da fliegen die verbotenen Machenschaften von Ludwig auf und er soll mit 40 anderen Häftlingen erschossen werden...

Paul Verhoeven ist ein ausgezeichnetes Drama über die Besetzung seiner Heimat, Holland, gelungen. BLACK BOOK lebt fern ab jeglicher Schwarz-Weiß-Malerei. Hier kämpft jeder gegen jeden, aber die Hauptsache ist, daß Verhoeven keine bösen Nazis und keine guten Holländer zeigt, sondern nur Menschen, die versuchen eine schlimme Zeit zu überleben. Die Geschichte wird ebenfalls spannend erzählt, auch wenn dem Film die typisch künstlerische Art, wie z.B. in DER PIANIST oder SCHINDLER´S LISTE, fehlen, aber gerade das macht BLACK BOOK für den Zuschauer leicht zugänglich und realistisch. Gekonnt ist auch das zynische Ende: Nach dem Krieg ist vor dem Krieg.

4 von 5 Punkten Ansehen lohnt sich.

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