Der gute Hirte

Robert de Niro verfilmte die geheime Geschichte der CIA: DER GUTE HIRTE.

Edward Wilson war als Abteilungsleiter der Gegenspionage der CIA bei so ziemlichen allen Krisen ab dem zweiten Weltkrieg beteiligt. Während dem Zwischenfall in der Schweinebucht wurden die militärischen Operationen der US-Marines verraten. Da nur eine handvoll Menschen von der Operation wußten, wackelt jetzt auch Edwards Stuhl. Während er versucht den Maulwurf zu finden, erinnert er sich an sein Leben als Spion für die damals noch junge CIA...

Robert de Niro hat viel von den Regisseuren gelernt für die er gearbeitet hatte. So findet man Elemente von Scorsese und von Coppola. Letzterer stand de Niro wohl auch beratend zur Seite, denn immerhin war seine Produktionsfirma an dem Film beteiligt. Wer hier einen Actionfilm erwartet, wird enttäuscht werden. Das Drehbuch umschifft gekonnt jede Actionszene. Dafür hat DER GUTE HIRTE aber gut ausgearbeitete Charaktere, wandlungsfähige Schauspieler und eine suspensereiche Handlung, die bis zum Ende fesselt. Der Kameramann hat die Einsamkeit der Figuren wunderbar durch den Einsatz einer sehr geringen Tiefenschärfe in Szene gesetzt. Da sich der Film natürlich auf den Dialogen aufbaut, gabīs auch keinen Grund für eine aufdringliche Effektorgie und so kommt de Niroīs Film auf eine sehr menschliche weise zum Zuschauer. Einige Szenen werden kaum einen Zuschauer kalt lassen.

4 von 5 Punkten

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