Robert Zemeckis erzählt die LEGENDE VON BEOWULF. "Ich bin Beowulf!", läßt er jedem häßlichem Ungeheuer wissen, bevor er es tötet. Erscheint das Ungeheuer aber in der Gestalt einer verführerischen Frau, dann wird Beowulf schwach. So ergeht es ihm auch mit Grendels Mutter. Beowulf erliegt ihrer Schönheit und ihren Versprechungen. Als gealterter König hat er schließlich ein strahlendes Reich aufgebaut, doch dann wird dieses von einem Drachen bedroht. Nur Beowulf ahnt daß der Drache der Sohn ist, den er mit Grendels Mutter gezeugt hat... Warum sollte man aus der Geschichte um den Helden Beowulf unbedingt einen Animationsfilm machen? Robert Zemeckis gibt die Antwort im Kino. Seine Kamerafahrten haben eine nie gekannte Intension. Besonders die schnellen Wechsel aus Totale und Nahaufnahme wären mit realen Filmmitteln nur schwer zu bewerkstelligen gewesen und so gewinnt DIE LEGENDE VON BEOWULF eine einziartige und noch nie gesehene Optik. Für Zemeckis war die Opik aber nur ein schöner Nebeneffekt. Er erzählt eine ergreifende Geschichte mit lebendigen und vielschichtigen Figuren, gespickt mit dezenter Religionskritik. Einziger Wermuthstropfen sind die Augen der Figuren. Schade daß ein Computer diesen kein Leben einhauchen kann. Für die Zunft der Schauspielerei wäre das allerdings das Ende. 4 von 5 Punkten |