KeinOhrHasen

Til Schweiger und Nora Tschirner verlieben sich in KEINOHRHASEN.

Ludo ist Paparazzo in Berlin und wird von fast allen Mitmenschen gehaßt. Als er halbnackt in den Heiratsantrag von Vladimir Klitschko reinfällt, wird Ludo zu 300 Stunden Sozialarbeit in einem Kindergarten verurteilt. Dort wird er schließlich von der Kindergärtnerin Anna und den Kindern gehaßt. Doch schließlich findet Ludo Spaß an seiner Arbeit und bald landet er auch schon mit Anna im Bett...

Gute Schauspieler sollen auch gute Regisseure sein. Wenn das stimmt, dann müßte Til Schweiger ein schlechter Schauspieler sein oder er ist die große Ausnahme. Warum er sich in diese miese deutsche Filmschablone quetschen läßt, anstatt neue Wege zu gehen, ist absolut unverständlich. In KEINOHRHASEN gibt es keine Geschichte, außer, daß sich ein Mann in eine Frau verliebt, keine Konflikte und keine Charaktere. In Interviews rühmte sich Schweiger, daß Drehbuch in nur 2 Wochen geschrieben zu haben. Leider merkt das der Zuschauer. Da kann auch die gesamte deutsche Promiriege nichts retten und spätestens, wenn man Nora Tschirner nackt auf der Toilette sitzen sieht, ist der Gipfel der Geschmacklosigkeit erreicht. Die Slapstick täuscht in den ersten 45 Minuten über die Schwächen hinweg, doch dann kommt sinnlose Beziehungsphilosophie ins Spiel und der Film wird sehr langweilig. Ein extrem in die Länge gezogenes Ende macht das auch nicht besser. Die letzten 20 Minuten zerren sehr an der Geduld des Zuschauers. Vielleicht hätte Schweiger den Film lieber kürzen und an das Fernsehen verkaufen sollen. Hinzu kommt noch eine schlechte Tonmischung und nervige Songs zur falschen Zeit. Selbst Kamera und Schnitt sind daneben gegangen. Hier wäre weniger wirklich mehr gewesen.

0 von 5 Punkten
Lieber die Feiertagsblockbuster im TV ansehen!

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