München

Steven Spielberg zeigt die Nachwirkungen der Geiselnahme von MÜNCHEN 1972.

Während der Olympischen Sommerspiele 1972 in München dringen Mitglieder der Terrorgruppe Schwarzer September in das Olympische Dorf ein und nehmen 11 Israelische Sportler als Geiseln. Während des Polizeieinsatzes sterben alle Sportler und die meisten Geiselnehmer. Israel will daraufhin Rache und stellt eine geheime Gruppe aus Mosat-Agenten zusammen, die elf Drahtzieher des Attentats liquidieren sollen. Je näher sie aber der Ausführung ihres Auftrages kommen, um so mehr verlieren sie ihre Menschlichkeit. Zu Hause sind sie aber Helden.

Steven Spielberg zeigt vor allendingen in den ersten zwei Stunden sehr gut, wie sich die Spirale der Gewalt immer dichter und unkontrollierter dreht. Jede Gewalt verlangt nach Gegengewalt, aber die letzten 40 Minuten sind offenbar nicht seine starke Seite. Zwar wird der seelische Zustand des Helden sehr gut gezeigt, aber was hat das mit der Aussage zu tun ? Dafür wird dem Zuschauer aber deutlich beigebracht, daß es in der Welt kein Schwarz und Weiß gibt. Es sind nämlich Menschen, die sich gegenseitig umbringen. Wenn Spielberg das in den letzten Minuten des Films deutlich herausgebracht hätte, dann wäre es ein perfekter Film gewesen.

MÜNCHEN ist anspruchvolles und spannendes Kino ohne den Hollywood-typischen Patriotismus.
4 von 5 Punkten

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