|
Pocher im Kino mit VOLLIDIOT. Simon Peters steht kurz vor seinem 30. Geburtstag. Da trennt sich von ihm seine Freundin und mit einem Singlesessel von IKEA zieht er in eine neue Wohnung. Sein Job in einem Mobilfunkshop ist auch zum Kotzen. Da sieht er die Kellnerin Marcia und entscheidet sich sie zu heiraten ohne sie zu kennen, aber wie soll er sich bei ihr beliebt machen ? Wenn die üblichen Verdächtigen auf die Leinwand kommen, erwartet man ja niveaulose Unterhaltung im TV-Format. überraschend anders ist VOLLIDIOT. In diesem Film gibt es nicht nur eine gehobene Dramaturgie, selbst die Kreativität der Beteiligten hat nie nachgelassen und so lacht man über die vollen 90 Minuten des Films. Da es in Deutschland aber keine guten Schauspielschulen gibt, fällt dieser Part des Films leider negativ auf. Die Rolle ist wohl auch für Oliver Pocher geschrieben worden. Seine Qualitäten lassen sich erst messen, wenn er Mal einen anderen Charakter darstellt. Erfrischend neue Wege geht die Kamera. Während deutsche Kinofilme in den letzten Jahren hauptsächlich durch ihre Kontrastarmut auffielen, wurde in VOLLIDIOT eine herrlich realistische Beleuchtung mit hohem Kontrast verwendet. Der Kameramann hatte die TV-Ausstrahlung wirklich nicht im Kopf gehabt und bietet Bilder mit einem starken Kontrast. Aber auch die Aussage ist nicht zu vernachlässigen. Besonders cool ist die amerikanische Intervention, als Simon mal eine Sekunde nicht nur an sich selbst denkt. Schwach hingegen ist das Ende, als alles wieder Friede, Freude, Eierkuchen ist. Da hätte ich dann mehr erwartet. Lustige Unterhaltung mit Sinn. 4 von 5 Punkten |