Von Löwen und Lämmern

Robert Redfords erste Regiearbeit seit sieben Jahren: VON LÖWEN UND LÄMMERN.

Arian und Ernest haben sich freiwillig zum Wehrdienst gemeldet. Als Marines sollen sie in Afganisthan ein strategisch wertvolles Plateau einnehmen, aber sie geraten in eine Falle und werden verwundet. Nun sammelt sich der Feind und umzingelt sie. Die Strategie wurde von Senator Irving geplant. Während der Angriff läuft, versucht er vor einer renomierten TV-Journalistin die Handlungen der Amerikaner im Irak und Afganisthan zu rechtfertigen und zu verteidigen. Einige Jahre zu vor hatte Professor Malley vergeblich versucht Ernest und Arian vom Eintritt in die Armee abzuhalten. Jetzt hat er es mit einem Studenten der Politikwissenschaften zu tun, der die Politik aufgegeben hat. Während seine früheren Schützlinge versuchen sich gegen den Feind zu wehren, versucht Malley die Begeisterung seines Studenten für die Politik wieder neu zu wecken...

Hier haben wir den ersten Anwärter auf den Oskar für das beste Drehbuch. VON LÖWEN UND LÄMMERN spielt hauptsächlich in engen Räumen und in den reichlichen Dialogen macht Redford klar, daß die Amerikaner sich mehr für das Geschehen in der Welt, als in ihrem eigenen Land interesieren. Die Dramaturgie ist gut gelungen, auch wenn der Film im ersten Drittel etwas ziellos erscheint, schlägt er bald eine genaue Richtung ein und mit dem gelungenem Ende wirkt er schon sehr rund und gut überlegt. Abgerundet wird der Politthriller von einem erstklassigen Casting, deren Stars einmal mehr beweisen, daß gute Schauspieler auch gute Regisseure sind.

4 von 5 Punkten
Gelungene Kritik an der amerikanischen Politik.

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